Humor ist die Beste Medizin
Mai 3rd 2008MarketingGastbeitrag & Gesundheit & Medizin
Diesen Sonntag, den 04. Mai 2008, darf wieder gelacht werden. Und zwar um 14 Uhr, für genau drei Minuten. Wieso? Es ist Weltlachtag!
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Dass Lachen gesund ist, scheint allgemein bekannt, die genauen Ursachen hingegen weniger.
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Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge werden von Männern rund 280, von Frauen sogar 500 Schwingungen pro Sekunde beim Lachen erzeugt und die Atemluft wird mit 100 km/h ausgestoßen. Dabei hüpft das Zwerchfell und das Herz schlägt schneller. Zudem weiten sich die Pupillen, die Fingerkuppen werden feucht und die Beinmuskulatur erschlafft, im schlimmsten Fall sogar die Blase. Soviel zu den allgemeinen Begleiterscheinungen des Lachens. Doch wo liegt da die heilende Wirkung?
Genau dieser Frage widmet sich die mit etwas über 100 Jahren noch relativ junge Lach- und Humorforschung, in der Fachsprache Gelotologie genannt. Einer der bekanntesten Wissenschaftler auf diesem Gebiet ist der amerikanische Immunologe Lee S. Berk. Er hat beispielsweise nachgewiesen, dass Lachen die Produktion der Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduziert. Gleichzeitig werden Endorphine freigesetzt, die Immunabwehr stimuliert sowie die Ausscheidung von Cholesterin gefördert. Laut Berk senkt regelmäßiges Lachen auch das Herzinfarktrisiko, beugt Allergien vor und kann sogar die Vermehrung von Tumorzellen reduzieren.
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Der deutsche Lachtherapeut und Trainer für Stressmanagement, Christoph Emmelmann betont gleichzeitig die positiven sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des Lachens. Er hebt unter anderem hervor, dass Frohsinn auch die Produktivität steigert: Ein fröhlicher und damit zufriedenerer Mensch schafft sich eine gewisse Distanz zu seinen Problemen. Dadurch arbeitet er aus Emmelmanns Erfahrungen heraus entspannter, stressfreier und spontaner. Raum für Wut, Zerstörung, Depression oder Angst wird gleichzeitig minmiert.
Lachen ist jedoch nicht zwingend Ausdruck von Fröhlichkeit, wie allein ein Blick in die Geschichte zeigt: Eine beliebte Foltermethode des Mittelalters war es, Füße von Opfern zu salzen und sie daraufhin von Ziegen abgelecken zu lassen und im alten Rom wurden Menschen zur Strafe öffentlich festgebunden, damit jeder Passant sie kitzeln konnte. Der Lachreflex wurde dabei zur Qual. In diesem Kontext ist im Übrigen auch die Formulierung „sich totlachen“ entstanden.
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Heute, Jahrhunderte später, haben die Menschen dennoch nicht genug zu Lachen. Diese Meinung vertreten zumindest die Anhänger des Lachyoga. Dabei handelt es sich um eine Mitte der neunziger Jahre von Madan Kataria in Indien ins Leben gerufene Yogaform, bei der das grundlose Lachen im Vordergrund steht. Über die motorische Ebene (lachen oder lächeln) wird die kognitive (etwas lustig oder witzig zu finden) und die emotionale Ebene (sich heiter und glücklich fühlen) in Gang gesetzt.
1998 organisierte Kataria den ersten Weltlachtag in Bombay, an dem bereits mehrere tausend Mitglieder der sogenannten Lachclubs teilnahmen. Im Januar 2000 fand der erste Weltlachtag außerhalb Indiens in Kopenhagen statt. Mehr als 10.000 Menschen kamen hier zusammen und schafften es mit der Rekordversammlung sogar ins Guinness-Buch. Mittlerweile sorgt die Lachyoga-Bewegung global für Furore und der Weltlachtag findet jährlich am ersten Sonntag im Mai statt.
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Auch in Deutschland wird vor diesem Hintergrund am 04.05.2008 wieder um 14 Uhr genau für drei Minuten gelacht. Wo und wie genau erfährt man unter www.lachclub.info. Wer hingegen auch ohne solche Anlässe gerne lacht, kann in den imedo Foren für Aufmunterung sorgen und so die Gesundheit der Community fördern. Und das besser eher als später, denn wer zuerst lacht, lacht am längsten und lebt folglich gesünder!
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Autor: M.A. Kai-Uwe Weser




