Arztwerbung im Fernsehen erlaubt

Das Medizinrecht-Blog schreibt zum Thema Arztwerbung im Fernsehen. Für alle Interessierten in Sachen Arztwerbung und Praxismarketing bitte diesem Link folgen.

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Vielen Dank für das Feedback

Geht an die 5gestalten GmbH aus Stuttgart, die hier über Webdesign und Usability schreiben und auch Stichproben-Tests für Stuttgart gemacht haben. Lesenswerter Artikel. Wir arbeiten tatsächlich gerade an ein paar Punkten zur Verbesserung und freuen uns über die zusätzlichen Hinweise.

Produktives Feedback: Note 1!

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Studie: Arztbewertung im Internet

Unser Gesundheitsportal verfügt über die meisten Arztempfehlungen. Das hat eine unabhängige Studie der Uni Erlangen-Nürnberg ergeben. Etwa jeder fünfte niedergelassene Arzt ist bereits auf imedo.de empfohlen worden. Weiter so!

Die Untersuchungen liefern erfreuliche Ergebnisse:

  • Suchmaschinen-Treffer: Von allen ermittelten Portalen, die sich mit dem Thema Arztsuche oder Arztbewertung befassen, konnte imedo die meisten Suchmaschinen-Treffer vorweisen.
  • Beurteilungskriterien: Im Hinblick auf die Kriterien, nach denen ein Arzt beurteilt werden kann, hebt sich imedo durch das Empfehlungsprinzip von den anderen Portalen ab. Das Prinzip schließt bewusst negative Wertungen aus, da die Gemeinschaft allein von Empfehlungen profitieren und niemand „an den Pranger“ gestellt werden soll.
  • Arztempfehlungen: Mit 20,4 Prozent verfügt imedo bei weitem über die meisten bislang abgegebenen Empfehlungen. Patienten finden auf unserem Gesundheitsportal demnach die meisten empfohlenen Ärzte.
In Anbetracht dieser tollen Ergebnisse habe ich mich gleich angeschlossen und auch eine Bewertung abgegeben. Nun können andere Internetnutzer von meinen Erfahrungen profitieren. Meinem Lieblingsarzt habe ich volle 5 Sterne gegeben. Lediglich bei der Pünktlichkeit musste ich Punkte abziehen, die Wartezeiten waren bei mir immer sehr lang.

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Ärztefehler vermeiden

DER SPIEGEL online schreibt über ein neues Buch von Dr. Groopman. Das Buch handelt von Ärztefehlern und wie man diese vermeiden kann, bzw. dem Arzt helfen kann, nicht in diese Denkfallen hineinzutappen. Sehr interessantes Interview, da offen über Ärztefehler gesprochen wird, leider fehlt dem Interview die wichtigste Information: wie kann man die Brücke zum Arzt bauen, die Denkfehler vermeidet und so zu besseren Diagnosen führt? Dazu muss man wohl erst das Buch lesen – das imedo Team hält die Blog-Leser auf dem laufenden und wird sich auch dieses Buch zu Gemüte führen, um über den vorgeschlagenen Weg zur Vermeidung von Ärztefehlern von Dr. Groopman näheres hier schreiben zu können.

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imedo in der Ärztezeitung

Wie zu erwarten natürlich kein rein positiver Artikel in der Ärztezeitung, sondern durchaus kritisch.
Das macht aber gar nichts. Das ist gut so!

Der Artikel hat einige wirklich konstruktive Vorschläge, die mich gleich dazu veranlasst haben zum Hörer zu greifen und bei einigen Ärztevereinigungen anzurufen. Vor allem der Ansatz Ärzte direkt über Empfehlungen auf unseren Seiten zu informieren, hat es mir angetan. Das ist nur fair und transparent für alle Seiten!

Mal sehen, was die Gespräche ergeben. Ich freue mich jedenfalls darauf, da es unser Traum ist, die Arzt-Patientenbeziehung noch mehr zu unterstützen – und eben gerade nicht die beiden auseinanderzubringen! Das bringt letztendlich niemanden voran.

imedo ist langfristig angelegt und wir halten sehr, sehr wenig von kurzfristigem “gegen das Schienbein treten” von Ärzten wie dies manch andere Website aus Publicitygesichtspunkten tut. Wenn mir ein Arztverzeichnis was bringen soll, dann muss es Ärzte besonders hervorheben, die von anderen empfohlen wurden und nicht üble Nachreden oder Ähnliches Ärzten gegenüber enthalten.
Oder wer sucht nach einem schlechten Arzt? Ich will doch einen guten und empfehlenswerten Arzt!

Es wird sich zeigen wer sich letztendlich durchsetzt – wir glauben an Qualität und Weitsicht…

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Was es bedeutet, wenn Ärzte “igeln”! TOP 10 der IGel-Leistungen

IGel – das steht für “Individuelle Gesundheitsleistungen” – Ärzte bieten diese Zusatzleistungen, die der Patient aus eigener Tasche zu 100% bezahlen muss immer häufiger an. Ich persönlich kenne diese Zuzahlungen bisher nur verstärkt von Zahnärzten und kann mir vorstellen, dass hier jetzt auch in den hausärztlichen Bereich einiges an Bewegung hereinkommt. Für IGel-Leistungen dürfen Ärzte auch werben – was das natürlich aus Ärzte-Sicht sehr interessant macht. Arztpraxen stehen so einer neuen Herausforderung gegenüber und werden hier sicherlich auch mehr und mehr an Ihrer Corporate Identity und alles was dazugehört, arbeiten. Ein Arzt, der hier sehr fortschrittlich ist und auch SEM betreibt ist Dr. Braunger, der einen sehr angenehmen Webauftritt hat und auch seine Praxis CI-konform eingerichtet hat.

Laut einer am Dienstag vorgestellten Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (Wido) sind im vergangenen Jahr ein Viertel der Patienten (entspricht ca. 18 Millionen) für IGe-Leistungen selbst aufgekommen. Im letzten Jahr waren das noch ca. 23 %. Der Markt wächst also, wenn auch nicht sehr stark.

Was wird am meisten “geIGelt”? Die FAZ.NET hat hierzu eine informative Grafik aufbereitet.

Igel Top 10

Erschreckend finde ich, dass gerade Vorsorge-Untersuchungen mehrfach unter den TOP 10 vorkommen (Krebsfrüherkunng, Hautkrebsvorsorge, evt. auch teilweise Blutuntersuchungen, da es auch Vorsorge-Check sein kann, wenn man Blutwerte screent) . Hier sollte man nochmal über eine Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen intensiv diskutieren. Wer schreibt den Brief anden “gemeinsamen Bundesausschuss vereinte Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen”?

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Diagnose-Spiel im ZDF

Wollten Sie schon immer mal wissen, was ein Arzt zu hören bekommt, wenn er mit dem Stethoskop Ihr Herz oder Ihre Lunge abhört?

Dann einfach hier probieren: ZDF Gesundheitsmagazin Praxis

–gefunden bei Gesundheit & Marketing im Netz

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Brief an den Bundespräsidenten zur Krise im Substitutionsbereich (Suchtmedizin)

Unser 1. Gastbeitrag: Droht eine Krise im Substitutionsbereich?

Suchtmedizin, Substitution – was ist das überhaupt?

Herr Dr. Albrecht Kadauke ist seit über 20 Jahren in diesem Bereich tätig und war damit einer der ersten Suchtmediziner Deutschlands. Ich hatte vor ein paar Tagen die Möglichkeit ihn bei einem Abendessen kennenzulernen und er hat angeboten seinen Brief an den Bundespräsidenten zur Krise im Substitutionsbereich (Suchtmedizin) auf unserem Blog zu veröffentlichen.

Gerne übergebe ich daher das Wort an Herrn Dr. Kadauke:

<Brief Anfang>

“Betr.: Es droht eine Krise im Substitutionsbereich!

Seit vielen Jahren wird ein Teil der Drogenabhängigen substituiert, d.h., sie erhalten eine Therapie mit einem Drogenersatzstoff. Damit können diese Menschen normal leben, sie können arbeiten, am Verkehr teilnehmen, eine Familie / Partnerschaft gründen, glücklich werden. Gleichzeitig ist durch diese Therapie nachweislich die Zahl der Drogentoten und die Zahl der Beschaffungskriminalität drastisch zurückgegangen.

Die Substitutionstätigkeit ist an die sog. Suchtmedizinische Qualifikation gebunden. Strikte Einhaltung der Betäubungsmittelverschreibungs-Verordnung und der einengenden Substitutionsrichtlinien ist Pflicht. Höchstens 50 Patienten darf eine Praxis versorgen. Tägliche Ausgabe, auch an Wochenenden und Feiertagen ist Pflicht in den ersten 6 Monaten einer Behandlung. Urlaubsvertretung nur durch andere substituierende Praxen erlaubt Pflicht (Krankenhaus bewährt sich überhaupt nicht).

Andererseits werden substituierende Ärzte kriminalisiert: Wenn unsere Dokumentation nicht zu 100% stimmt, dann setzt schnell die Strafverfolgung ein. Dies setzt uns substituierende Ärzte dermaßen unter Druck, daß bereits 45 % der Ärzte im KV-Baden-Württemberg-Bereich ihre Substitutionstätigkeit aufgegeben haben. Neue Ärzte kommen nicht dazu.

Zum 30.06.07 gibt ein Kollege am Ort seine Substitutionstätigkeit bei Drogenabhängigen auf.

Was bedeutet das für unsere Stadt?

Auf unsere Praxis kommt eine Zahl von ca. 50 neuen Patienten zu, die wir nicht verkraften können. Die Patienten können nicht auf andere Ärzte verteilt werden, da die meisten Ärzte keine suchtmedizinische Qualifikation haben und keine problematischen Drogenabhängigen in ihrer Praxis haben wollen. Wir können keinen Urlaub mehr machen, da wir keinen Urlaubsvertreter für die Substituenten mehr haben! Und dieser Trend wird sich immer mehr zuspitzen.

Was bedeutet das für die Gesellschaft?

Wenn keine Lösung gefunden wird, kommen wir zu Zuständen zurück, die denen vor der Substitutionszeit ähneln:

Wieder mehr Drogentote, mehr Drogenkriminalität (Beschaffung, Prostitution, dealing), benutzte Spritzen auf öffentlichen Spielplätzen, mehr Verelendung, Menschen im Drogenrausch in aller Öffentlichkeit, Zerstörung der Strukturen, die die Substituierten mittlerweile aufgebaut haben (Arbeitsplatz, Familie, außerszenische Kontakte).

Diese Tendenzen werden zunehmen, wenn immer mehr Ärzte die Substitutionstätigkeit aufgeben werden.

Hier brauchen wir Ärzte Hilfe der Politik!

  • Es geht nicht, daß immer mehr Drogenabhängige von immer weniger Ärzten behandelt werden.

  • Das geht immer mehr über unsere Kräfte (Einsatz an 365 Tagen im Jahr), da Vertretungen durch suchtqualifizierte Kollegen immer mehr wegfallen.

  • Unsere Praxen werden gegen unseren Willen Schwerpunktpraxen Drogenabhängiger

  • Die Drogenszene verdichtet sich in der Arztpraxis immer mehr. Ursprünglich war geplant, daß jeder Hausarzt einige wenige Drogenabhängige substituieren sollte.

Geholfen wäre mit

  • Entschärfung der teilweise nicht nachvollziehbaren Vorschriften, damit die Substitution nicht überall nur behindert wird.

  • Rücknahme der nicht mehr nachvollziehbaren Dokumentationspflichten

  • Rücknahme der zunehmenden Kriminalisierung der Ärzte

  • Entschärfung der rigiden Vorschriften der täglichen Ausgabe.

  • Teildispensierrecht für Ärzte zur Mitgabe über ein Wochenende.

  • Lockerung der Take-Home-Richtlinien.

Praxis Dres. Kadauke / Dr. Theewen
Allgemeinmedizin – Chirotherapie – Akupunktur
Suchtmedizin – Ernährungsmedizin
Sindelfingen
<Brief Ende>
Ich bin mir sicher, dass dieser Beitrag einiges an Klärungs- und Diskussionsbedarf mit sich bringen wird. Ich selbst werde auch noch die eine oder andere Frage stellen.
Vielen Dank an Herrn Dr. Kadauke für diesen ersten Gastbeitrag und das Zurverfügungstehen für die weitere Diskussion.
Hier noch der gesamte Brief als pdf zum Download (inklusive der weiteren Adressaten des Briefes)

Brief_an_Bundespräsident_pdf

+ Herr Dr. Kadauke hat auf unserem Gesundheitsportal www.imedo.de schon vor längerer Zeit eine Gruppe “Suchtmedizin” für weitergehende und vertiefte Diskussion eröffnet. Daher einfach hier auf dem Blog oder in der Gruppe Beiträge bringen! (Foren sind ja bereits genügend angelegt :-)

Ich sage Danke an Herrn Kadauke! (schöner Button von bigday, aufgeschnappt bei Bernd)

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