Behandlungsfehler-Statistik 2010 von der Bundesärztekammer vorgestellt
23. Juni 2011MarketingGesundheit & Medizin
“Wer Fehler vermeiden will, muss wissen, wo sie passieren.” mit diesen Worten leitete Andreas Crusius, der Vorsitzende der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen, die Vorstellung der Statistik der Behandlungsfehler 2010 am 21. Juni 2011 in Berlin ein. Der Bericht zeigt: Mehr als 11.000 Beschwerden wurden bei den Schlichtungsstellen der Ärztekammern eingereicht. Davon konnten bei einem Drittel der Fälle ein Behandlungsfehler nachgewiesen werden und in 1821 Fällen eine so weit reichende Schädigung des Patienten, dass sie einen Anspruch auf Entschädigung erlangen konnten. Die häufigsten Behandlungsfehlervorwürfe gab es in Krankenhäusern nach Behandlungen von Kniegelenkarthrosen und Unterarmfrakturen. Beschwerden wegen Behandlungsfehler durch niedergelassene Ärzte gab es vor allem wegen fehlerhafter Krankheitsdiagnosen.
Die Vorwürfe, die Patienten erheben, werden in einer Datenbank gesammelt und sollen durch eine “systematische Aufarbeitung der Behandlungsfehler” dazu beitragen, Fehlervermeidungstrategien zu entwickeln. Soll heißen: Die Ergebnisse der Fehleranalysen fließen in ärztliche Fortbildungen ein, zu denen jeder Arzt verpflichtet ist. Die Patienten jedoch erfahren – so sie denn nicht selbst davon betroffen waren – nichts davon. Hier wäre aus Sicht der Patienten mehr Transparenz zu wünschen. imedo trägt seinen Teil dazu bei: Durch Weiterempfehlungen werden die sozialen Aspekte sichtbar wie Zwischenmenschliches und Behandlung der Privatsphäre für andere Patienten in unserer Arztsuche. So können zwar keine Behandlungsfehler von vornherein ausgeschlossen werden, aber der Patient fühlt sich mit seiner Entscheidung für den Arzt wohler. Schließlich soll der Patient im Mittelpunkt stehen und die für sich beste Gesundheitsentscheidung treffen können.
Haben Sie schon mal geschaut, wie Ihr Arzt bewertet wurde?

