Marathon-Projekt 2009: die ersten Gehversuche mit Turnschuhen
5. November 2008imedoGastbeitrag
Trends zu folgen ist meist gar nicht schwer. Aber eben nicht immer. Warum ich den Marathon im kommenden Jahr laufen möchte, habe ich hier im imedo Blog über mein Marathon Training bereits kurz berichtet. Nun ist es relativ einfach zu sagen, dass man mitlaufen wird, aber damit möchte ich mich nicht zufrieden geben: nach vier Stunden will ich im Ziel sein. Unsportlich wie ich normalerweise bin, wäre es wohl auch ein Ding der Unmöglichkeit unvorbereitet mitzulaufen. Ein Trainer muss also her. Der Mann, der mich das kommende Jahr auf den Lauf meines Lebens vorbereiten wird heißt Jens Karraß und hat schon einige Kilometer auf dem Buckel. 
Es gibt viele Wege so ein Projekt zu beginnen. Die einen beginnen mit shoppen – schließlich will man ja hübsch aussehen, wenn man durch die Gegend läuft und es ist wohl die stylischste Vorbereitung auf ein Training. Mit neuen Klamotten und Schuhen steigt die Motivation und die Leistung, nur der Geldbeutel schrumpft – und das nicht zu wenig. Wenn man aber wie ich, noch nie im Leben Laufschuhe gekauft hat und auch sonst nicht weiß, welche Klamotten auch praktisch und nicht nur schön sind, verwirft den Einkaufsgedanken erstmal. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben
Motivation für das Lauftraining fehlt noch
Die zweite Möglichkeit, wäre nach Ausreden zu suchen, warum man die 42 Kilometer doch nicht bewältigen kann. Vier Stunden ist so eigentlich nicht viel für einen Anfänger. Mehr als 10 km/h, das würde ich vielleicht mit dem Fahrrad schaffen, wenn ich denn eins hätte. Da ich nicht Fahrrad fahre, kann ich nicht mal wirklich abschätzen, wie schnell das überhaupt ist… Desweiteren stelle ich mir die Frage, wie ich vier Stunden ohne Essen und Toilette auskommen soll. Und überhaupt sollte ich erstmal schauen, ob nicht vielleicht eine wichtige Familienfeier am Marathon-Tag stattfindet. Wäre ja jammerschade, wenn ich mich durch das Training quäle und am Ende nicht teilnehmen kann. Die Toilettenfrage konnte ich bisher zwar nicht klären, aber eine wirklich Ausrede hatte ich nicht.
Möglichkeit drei: Augen zu und durch – es sind ja nur ein paar Monate. Ich musste auch gar nicht lange suchen und bin auf den Mann gestoßen, der mich in den kommenden Monaten trainieren wird – Jens Karraß. Da mein innerer Schweinehund anfangs nicht überwünden werden konnte, hat es ein bisschen gedauert bis das erste Treffen und Training tatsächlich stattfinden konnte – zwischenzeitlich habe ich auch das Shopping-Problem gelöst und mich ausgestattet
Marathon-Training für Profi-Läufer und Anfänger
Ich hatte zu Beginn ein bisschen die Hoffnung, dass es bei diesem Gruppentraining noch mehr Menschen gibt, die erst noch ein bisschen motiviert werden müssten. Fehlanzeige! Diese Läuer mussten nicht mehr motiviert werden, die sind ganz freiwillig dabei – jede Woche – wie ich ab sofort auch.
Noch bin ich nicht an dem Punkt, an dem ich ein wahnsinniges Glückgefühl verspüre und nicht mehr aufhören will zu laufen, aber Jens hat versprochen, dass es sich bald einstellen wird. Online habe ich nun einen Trainingsplan – ich schreibe rein, wann ich wie lange trainieren möchte und Jens ergänzt was zu tun ist. Ein Hin und Her, das super funktioniert.
Ach ja, Unterstützung habe ich auch aus eigenen Kreisen. imedo-Geschäftsführer Christian Angele muss zwar nicht mehr laufen lernen und an Motivation scheitert es auch nicht – seine Herausforderung: Ich bereite mich auf den Marathon vor und leite “nebenbei” noch eine Firma. Here we go….
P.S.: Beweisfotos folgen!


Lassie am 6. November 2008 um 00:01 #
Wow soviele Menschen richtig Grusellich
Lg Lassie
Claudia am 24. November 2008 um 16:19 #
Mir ging es genau wie Dir: Ich sah Dick, Dünn, Groß und Klein durch die Zielpforte des Berlin-Marathons rennen und dachte mir: Das schaffst Du auch. Los geht’s.
Gelaufen bin ich schon seit ich “Sport” schreiben kann. Ich bin jedoch nicht der Wettkampf-Typ. Ich muss mich nicht mit anderen messen. Die Herausforderung finde ich schon darin bei Regen und Schnee überhaupt vor die Tür zu gehen. 60-90 Minuten Joggen reichen mir, das 3-mal die Woche und ich fühle mich wohl, denn ich hab was getan für mich.
Doch wenn man einmal den Marathon gesehen hat, wie sich beim Zieleinlauf die geplagten Gesichter in pures Freudengrinsen verwandeln, will man auch mal dabei sein. Sieht ja von der Tribüne auch gar nicht soo schwer aus.
Also hab ich auch angefangen, bin schon freudiger Erwartung meines ersten Halbmarathons im April und schaffe momentan 15 Kilometer mit 6,40 min pro Km. Trainingsbedarf gibt es da noch…Aber meine Marathon erfahrende Verwandtschaft unterstützt mich prächtig
Meine Tipps für Dich (obwohl du vom Profi ja bestens beraten sein müsstest):
1) der erste Marathon sollte nicht unter Zeitdruck geschehen (unter 4 Stunden ist heftig). Also ich habe von vielen gehört, dass der erste Marathon das Ziel “durchkommen” haben sollte. Aber Du suchst ja die Herausforderung
2) Nimm jeden Wettkampf mit den Du bekommen kannst (auch 10 Kilometer-Volks-Läufe), denn die Wettkampfatmosphäre ist eine ganz andere als die Trainingsatmosphäre. Da muss man aufpassen, dass man nicht zu schnell ins Rennen geht. Das bricht einem ja meistens das Genick beim Marathon…
Ich verfolge das Marathon Training natürlich weiter und hoffe auch weiterhin auf gute Tipps zur Motivation von Dir.
Du hast mich mit der Toiletten-Frage schon mächtig zum Nachdenken gebracht…
Viele Grüße und Daumen hoch