Turnschuhe statt Pumps: Auf der Suche nach Herausforderungen

Es gibt Zeitpunkte im Leben, da wird jedem einmal klar, dass es doch irgendwie eintönig ist und man etwas ändern kann. Es gibt auch Zeitpunkte, zu denen man bestimmte Dinge tun muss, weil es immer mehr Leute tun, weil es einfach schick ist oder grad voll im Trend liegt. Wenn dann der Zeitpunkt kommt, ab dem beide Punkte aufeinander treffen, dann ist es Zeit, einen Marathon in Angriff zu nehmen.

Ich weiß nicht mehr genau, was passiert ist. Es kann sein, dass mich die Arbeit animiert hat. Schließlich habe ich nie einen Job länger als über die Praktikumszeit hinaus ausgeübt. Nicht, weil ich schlecht war, sondern weil ich immer neue Herausforderungen gesucht habe. Die wirtschaftliche Lage unserer Landes
kam mir da sehr entgegen. Zu keinem anderen Zeitpunkt, hätte ich mehr Praktika für weniger Geld machen können.

Die Welt liegt dir zu Füßen, du musst sie nur aufheben

Das zeigt auch, dass ich aus der gegenwärtigen Situation, egal wie gut oder schlecht sie ist, immer das Beste machen kann. Welcher Herausforderung kann man sich also noch stellen, wenn man einen tollen Job hat, nette Freunde und einfach rund um zufrieden ist: Jeder. Nun ist die Auswahl gar so groß. Den Mount-Everest besteigen, Bungee-Jumping, Tiefseetauchen… Ersteres ist zu weit weg, beim Bungee-Jumping ist die Herausforderung von zu kurzer Dauer, Tiefseetauchen – siehe ersteres.

Eine langwierige Herausforderung zu finden ist gar nicht so einfach. Wenn man einen Blick auf aktuelle Ereignisse oder Trends wirft, wird man fündig.  Beim Berlin-Marathon dieses Jahr habe sich um die 35.000 Menschen beteiligt. Sie alle sind nicht als Läufer auf die Welt gekommen. Sie alle suchen aber wahrscheinlich eine Herausforderung. Betrachtet man die Teilnehmerzahl des Marathons Anfang der 80er Jahre, so ist das eher mau. 3500 Menschen waren damals am Start. Die Quote der Frauen ist zu vernachlässigen. Es ist also ein Trend erkennbar. Immer mehr Menschen wollen sich beweisen und die Kräfte mit anderen messen. Wäre ja auch unerträglich, wenn der Nachbar jeden Marathon in drei Stunden läuft und man selbst nicht mal teilnimmt.

Der lange Weg zum Marathon durch Berlin

Gedacht, getan…. Ich arbeite für die imedo-Gesundheitsnews und bin immer auf der Suche nach interessanten Geschichten. Warum also nicht mal selbst Firmen-Geschichte schreiben. Mit dem gestrigen Startschuss für den Berlin-Marathon ist auch mein persönlicher Startschuss gefallen. Der Startschuss für elf Monate hartes Lauf- und Krafttraining, elf Monate ohne Süßigkeiten, elf Monate in denen ich die Dinge tun werde, die ich sonst tunlichst vermeide: Sport und Ernährungsumstellung. Es ist auch nicht damit getan, den Marathon irgendwie zu schaffen. Zeitlimit: Vier Stunden.

Mitmachen erlaubt!

Da ich schon bei einem Gesundheitsportal arbeite, werde ich meine Fortschritte, Niederlagen, Rückschläge und was sonst zu neuen Herausforderungen dazugehört, aufschreiben und filmen. Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen, zu motivieren oder auch einfach nur zuzuschauen.

Berlin, Berlin, ich laufe durch Berlin…

2 Antworten

  1. Runa Sophie am 2. Oktober 2008 um 12:09 #

    Ich ziehe den Hut! Da gehört eine ordentliche Portion Selbstdisziplin dazu, dieses Programm wirklich durchzuziehen. Aber ich glaube an dich, liebe Tina. Wer sonst könnte eine solche Herausforderung bestehen, wenn nicht du. Bin gespannt auf deine Dokumentation und werde deine persönliche Marathon-Geschichte mit Interesse und großer Freude verfolgen. Du packst das!

  2. July77 am 12. Oktober 2008 um 12:54 #

    Ich drücke die Daumen.
    Es gibt eine tolle TV Doku von 0 auf 42 vielleicht findest Du die irgendwo im Netz, motiviert sicher.
    Viel Erfolg.
    July77

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