Bio, Bio, alles ist Bio! Ist Bio-faires Merchandising bald ein Thema?

Bio hier, Bio da… Bio hin, Bio her… alles ist neuerdings Bio!

Wenn ich durch die Supermärkte spaziere, ertappe ich mich immer häufiger dabei, wie ich gezielt nach Bio-Produkten Ausschau halte, in der Hoffung meine Ernährung auf einem einigermaßen gesunden Level zu halten.

Sofern ich dann Produkte entdeckt habe, die mit dem Schlagwort „Bio“ gekennzeichnet sind (obwohl es zwischen “Bio” und “Bio” ja noch signifikante Unterschiede gibt), rede ich mir ein, dass ich sowohl den Herstellern (meist Bauern bzw. deren Kühen), als auch mir etwas Gutes tue. Ob dies dann auch der Fall ist, sei dahingestellt.

Fair-trade Artikel fördern das Umweltbewusstsein

Die neueste Entdeckung, die höchstwahrscheinlich nicht neu ist, mir aber im Zuge meiner Werbeartikel-Recherchen erst jetzt ins Auge sticht, sind fair-trade-Merchandising-Artikel. Sinngemäß übersetzt sind das bio (fair gehandelte) Werbeartikel, die dem Unternehmensimage eine grüne Note verpassen sollen. Zusätzlich wird damit nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern auch das Bewusstsein für die Biowelt und ihren Nutzen gefördert. Eigentlich gar nicht mal so schlecht. Dabei stellt sich mir die Frage: Können wir uns das leisten? Wir alle kennen den Preisunterschied zwischen den in Thailand und den auf einem idyllischen Biohof hergestellten Artikeln. Sollen wir also auf der Welle mitreiten oder uns eine andere Welle suchen? Wie wichtig ist uns Nachhaltigkeit?

Merchandising zum Mittagessen

Wie wäre es denn mit essbaren Werbeartikeln, also weg von Plastik und Co, hin zu verwertbaren Stoffen? Auf jeden Fall ist dies eine wesentlich umweltfreundlichere Methode, unsere Partner einschließlich Mitarbeiter, durch kleine Goodys zu beglücken. Es gibt sogar schon Bio-Lanyards, welche mit natürlichen Farben eingefärbt werden und deren Schlüsselbänder aus reiner Baumwolle, statt synthetischen Fasern und Nylon bestehen. Die Idee besteht einfach darin, die Artikel nach dem Gebrauch einfach auf den Kompost zu verbannen. Toll! Vielleicht wäre das eine Überlegung, der wir in Zukunft einmal intensiver nachgehen sollten….We will see!

3 Kommentare »

3 Antworten to “Bio, Bio, alles ist Bio! Ist Bio-faires Merchandising bald ein Thema?”

  1. Michael on 28 Nov 2008 at 13:34 #

    Interessant, Interessant…

    Adressen zum bestellen sind zum Beispiel memo (für Bürozeugs) oder better merchandising (für alles was mit Textilien zu tun hat).

    Einfach mal googeln und anschaun. Wirklich interessantes Thema!

  2. better-merchandising.de on 04 Dez 2008 at 11:53 #

    Hallo,

    wir sind das besagte better-merchandising und sind gerade auf den Artikel aufmerksam geworden. Hierzu würden wir gern einige Sachen anmerken um ein paar Unklarheiten im Artikel zu bereinigen.

    Zunächst wird in dem Artikel (wie übrigens häufig) fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass “fair gehandelt” gleichzeitig “bio” bedeutet. Um es klar zu sagen: fair trade hat mit bio im Grunde nichts zu tun. So kann Transfair Baumwolle z.B. auch Genbaumwolle sein, denn den Bauern muss lediglich ein “fairer” Preis bezahlt werden.

    Zu den Zertifikaten: Hier sollte man sehr genau hinschaun, was welches Zertfikat bedeutet. Auch wenn z.B. Transfair die Einhaltung von Sozialstandards auf dem Feld beinhaltet, sagt es nichts über die eigetnliche Produktion der Textilien aus. Hierfür wäre eine (evtl. zusätzliche) Zertifizierung nach dem GOTS-Standard geeignet, der Regeln für den gesamten Produktionsprozess vorgibt, und zwar bezüglich Sozialstandards und Umtwelfreundlichkeit.

    Zur Frage ob man sich das leisten kann: Natürlich sind die zertifizierte Textilien teurer als Sachen von KIK oder Fruit of the Loom, muss ja auch, denn die Arbeiter sollen ja dabei gerecht entlohnt werden und unabhängige Stelle müssen die Einhaltung kontrollieren. Unsere biofairen Werbeartikel sind allerdings nicht deutlich teurer, überzeugt euch am bestens selbst davon und fordert ein Angebot bei uns an. Zur Zeit haben wir zum Beispiel eine Werihnachtsaktion mit supergünstigen Einkaufstaschen aus Biobaumwolle mit Transfair- und GOTS-Zertifikat.

    Schöne Grüße
    das http://www.better-merchandsing.de -Team

  3. Tobias Kirsch on 05 Jan 2009 at 17:32 #

    Hallo,

    ich möchte auch gerne etwas dazugeben: Der Preisunterschied zwischen konventionellen und Bio-/ Fairtrade-Produkten basiert ja nicht nur auf den vermeintlich höheren Kosten durch höhere Öko- und Sozialstandards. Hinzu kommt, dass konventionelle Produkte durch die schiere Masse billiger werden: Durch größere Mengen bekommt man höhere Rabatte und Fixkosten verteilen sich besser, so dass das einzelne T-Shirt billiger wird. Diese Effekte hat man aufgrund der bisher geringen Menge bei Bio und Fairtrade noch nicht.

    Als Beispiel wäre mal ein T-Shirt genommen, wo die Produktionskosten (inklusive Löhne und Baumwolle) im konventionellen Handel keine 5 % ausmachen. Selbst wenn man hier also die Löhne und Preise für die Baumwolle verdoppelt, wären Bio- und Fairtrade-Shirts nur 5 % teurer!!!!

    Ich halte es für eine Mär, wenn mir jemand sagt, Bio und Fairtrade sind zu teuer - denn das schmälert nur die horrenden Gewinne von H&M & Co - und ich wäre durchaus bereit, bei H&M 18,- Euro statt 10,- Euro zu bezahlen, wenn das gleiche T-Shirt (das mir natürlich gefällt) in Öko- und Fairtrade-Qualität zu haben wäre.

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