Bei imedo gibt es momentan einige organisationelle Veränderungen. Es kommen einige neue Mitarbeiter ins Team und wir müssen die ersten Wachstumsprozesse managen. Ich werde mich in Zukunft stärker auf unser Produkt konzentrieren. Wir haben dazu gestern im Produkt-Meeting eine schöne Performance-Kennzahl definiert: Maximize User Value. Der “User Value” besteht dabei aus ganz vielen Einflussfaktoren, die wir wahrscheinlich selbst noch nicht vollständig ergründet haben: Verweildauer auf der Seite, Aktivität in verschiedenen Seitenbereichen, qualitatives Feedback, etc.Sobald die Liste vollständig ist, werde ich diese hier veröffentlichen, da das ganz spannend für den ein oder anderen Produkt-Manager sein könnte. Außerdem habe ich noch eine schöne Ausarbeitung gefunden, was einen guten bzw. schlechten Produkt-Manager so auszeichnet.
Hier gibt es eine übersetzte Zusammenfassung des Textes in der Ich-Form:
Was bin ich, was mache ich? (Idealvorstellung guter Produkt-Manager)
- kenne den Markt, das Produkt und den Wettbewerb sehr gut
- bin CEO des Produkts
- trage volle Verantwortung für den Erfolg des Produkts
- Erfolg bedeutet ein MAXIMUM AN USER VALUE –> führt kurz- und mittelfristig zu einem erfolgreichen (reichweitenstarken) Produkt
- trage Verantwortung für richtiges Timing bei Features / Entwicklung der Seite (Technologien etc.)
- arbeite im Kontext (Firmenphilosophie, Sales, Wettbewerb, Mitarbeiter etc.)
- arbeite den sog. Winning Plan aus und sorge für sehr gute Umsetzung des Winning Plans
Was ich nicht bin, nicht mache? (schlechter Produkt-Manager)
- Entschuldigungen suchen für Fehlverhalten / schlechte Performance (Budget, schlechter CTO, etc.)
- mich über Überarbeitung beklagen
- fehlende Leitlinien bemängeln
- schlechte Produkt-Manager fühlen sich am besten, wenn Sie das WIE herausbekommen haben
- halten wichtige Stellungnahmen nicht schriftlich fest
- nachdem eine negative Entwicklung eingetreten ist, claimen sie, dass sie das vorhergesehen hätten
- schlechte Manager möchten jedes Feature vor der Presse präsentiert haben
Was macht einen guten Produktmanager aus?
- verliert seine Zeit nicht mit anderen Abteilungen
- ist kein “Engineering Gopher”
- nicht Teil des Produkt Teams - sondern Manager des Produkt-Teams
- definiert das ZIEL sehr genau (was soll passieren, welche User Experience braucht man etc.), und NICHT DAS WIE
- managt das Erreichen des Ziels
- Richtung wird klar vorgegeben (nicht informell, sondern formell definiert)
- kommuniziert klar und eindeutig mit den Software Artists
- gute Produkt-Manager sammeln Ihre Informationen auf informellem Wege
erstellen Präsentationen, FAQs, anderes Material, das starke Weiterverwendung in allen anderen Bereichen findet
- sehen Produkt-Fehler / Fehlentwicklungen voraus und bauen / erstellen echte Lösungen für den Kunden (ohne flaws)
- hält seine Sichtweise bei wichtigen Themen schriftlich fest und kommuniziert diese “Paper” intern (zu Themen wie Wettbewerbsknüller, schwierige Software-Architektur-Entscheidungen, schwierige Feature-Entscheidungen, Markteintritts- / austritts-Entscheidungen etc.)
- fokussieren das Team auf Lieferung von ausgezeichnetem Nutzwert für verschiedene Zielgruppen
- Denken darüber nach, welche Story sie von der Presse geschrieben haben möchten
- Berichten intern / extern über Erfolge / Geschehnisse etc.
Abschließend noch eine hilfreiche 10 Tipps zum Produkt-Management (für neue und alte) - leider in Englisch
Webinar Ten Tips for Product-Managers
Hier eine interessante Stelle für Produktmanager
Könnte man doch fast als Stellenausschreibung für die nächste Job-Ausschreibung nutzen, was denkt ihr?
Update: Gründerszene hat auch einen interessanten Artikel zum Thema Produktmanagement