HIV, AIDS, Michael-Stich-Stiftung Aufklärungskampagne
25. November 2007Christian LautnerGesundheit & Medizin
Ich hätte eigentlich auch schreiben können "Überhöhte Infektionszahlen: Uno räumt Fehler in AIDS-Statistik ein" oder "Überhöhte AIDS-Statistiken, um Fördergelder zu sichern?"
Unabhängig davon, ob die Zahl nun zurückgegangen ist oder nicht: Es gibt keinen Grund nicht mehr vorsichtig zu sein und daher hier ein Verweis auf die Aufklärungskampagne der Michael-Stich-Stiftung
- meine volle Unterstützung, manchmal lässt sich Provokation nicht vermeiden, um Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema zu lenken -
8 Kommentare »







Hendrik on 25 Nov 2007 at 11:53 #
Ein interessanter Vortrag, der dieses Thema auch behandelt ist dieser hier:
http://www.ted.com/talks/view/id/143
ondamaris on 25 Nov 2007 at 12:57 #
“manchmal lässt sich provokation nicht vermeiden” ? auch auf kosten zB der frauen, denen klammheimlich die schuld in die schuhe geschoben wird? ich finde die kampagne persönlich großenteils geschmacklos …
Thomas on 16 Mrz 2008 at 16:27 #
Katja Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meier-Henrich, Herbert Knaup und Pascal Hens – 5 Namen die in Deutschland bisher wohl niemand mit dem Thema AIDS in Verbindung gebracht hat. Umso größer dürften deswegen Schock und Überraschung sein, wenn diese 5 ab der nächsten Woche in verschiedenen Fernsehspots bekennen: „Ich habe AIDS“.
http://www.vergissaidsnicht.de
Biggi on 18 Mrz 2008 at 11:39 #
Gerade habe ich mir die Aufklärungskampagne der Michael-Stich-Stiftung angeschaut. Ich verstehe wirklich nicht, wie man dies als positiv hervorheben kann. Was findet man an dieser frauenfeindlichen und diskriminierenden Kampagne gut? Ja, sie ist provokant, aber auch nicht mehr. Auf diese Art und Weise bekommt man zwar Aufmerksamkeit, aber die Frau wird wieder einmal als Eva mit dem verbotenen Apfel hingestellt. Die Frau als Risiko? Welches Bild soll sich denn in den Köpfen der Menschen verfestigen? Die Frau bringt das Übel?
Sandra on 18 Mrz 2008 at 12:16 #
Ich finde Biggi hat vollkommen recht. Mich regen diese Bilder so auf. Wie kann man Frauen so darstellen? Außerdem ist es der Jugend gegenüber unverantwortlich. Sollen denn die Jungen und Mädchen denken das weibliche Geschlecht bringt den Tot? Ist doch typisch, Mädchen schön die Schuld zuschieben und die Jungen vor ihnen warnen… So macht doch Aufklärung überhaupt keinen Sinn. Das beste Beispiel für eine falsche Aufklärung liefert die USA. In Programmen der Bush-Regierung ist nicht mehr die Rede von Kondomen, sondern von Enthaltsamkeit. Es geht noch weiter, sogar die sexuelle Aufklärung wird in den Schulen gestrichen. Ich finde darauf sollte man aufmerksam machen und nicht die Frau als Keimgut hinstellen.
Laura on 18 Mrz 2008 at 12:46 #
Es ist nicht so, dass ich eure Aufregung nicht verstehen kann, aber ich glaube man muss es von einer ganz anderen Seite aus sehen. Tatsache ist, dass im Gegensatz zu den Neunzigern, mittlerweile das Thema Aids gar kein Thema mehr ist. Die Medien interessiert Aids anscheinend nicht mehr und so ist es doch auch in der Gesellschaft. Nach dem Motto “Aus den Augen aus dem Sinn”. Keiner spricht mehr über Aids und jeder fühlt sich sicher. Als ob die Krankheit wie eine kleine Epidemie an uns vorbeigegangen wäre. Aber so ist es nicht und das muss publik gemacht werden und wenn es mit so einer Kampagne ist. Besser diese als keine. Wenigstens rüttelt sie auf.
Bernd on 18 Mrz 2008 at 14:44 #
Ich finde, wenn man die Ansteckungsgefahr minimieren möchte, so muss man die Verhütung kostenlos machen. Wären Kondome billiger, würden sie auch mehr genutzt werden…
Klaus on 05 Apr 2008 at 22:36 #
Ich finde es auch nicht richtig, dass man die Frauen da so ins Licht rückt denn alle müssen was dagegen tun, auch die Männer.
Ich finde aber auch, dass es ein fakt ist, dass Kondome viel zu teuer sind. Diese Dinger sollten auf jeden Fall kostenlos sein. Auch Menschen aus ärmeren Verhältnissen müssen sich Schutz leisten können!!! Jede Regierung die das nicht unterstützt ist verantwortungslos.
Könnte man sich ewig drüber aufregen, dass alle sich drüber aufregen aber nichts gegen tun.
Das ist ja immer so, nicht nur bei AIDS.