Gründerfragen Teil V: Was passiert mit meinem Privatleben?
25. August 2007Christian LautnerGründerfragen & Unternehmertum & Web 2.0
Kurz: Falsche Frage!
Die Frage müsste lauten: Welches Privatleben?
So schlimm es klingt, so viel Wahrheit steckt doch dahinter.
Ein paar insights zum imedo-Gründerteam:
- Christian Angele: single
- Thomas Kadauke: single
- Christian Lautner: Fernbeziehung
- Hendrik Volkmer: single
Tja, was gibt es zu sagen:
Ich hatte ganz zu Anfang noch einen anderen Blog geschrieben, in dem ich unter anderem einen Satz verfasst hatte: “Heute war ich das erste Mal wieder im Fitnessstudio - Laptoptasche als Sporttasche, da noch nicht voll umgezogen; als ich mich im Fitnesstudio anmelden wollte, wusste ich nciht einmal den Straßennamen meines mittlerweile seit zwei Monaten bezogenen Zimmers”.
Mittlerweile weiß ich den Straßennamen, Post erhalte ich aber immernoch in die Firma ;-), da ich nur ganz wenige Stunden außerhalb des Büros verbringe…
Ist das ein Leben? Keine Ahnung, was andere davon halten, ich weiß nur, dass es mein Leben ist und mir momentan nichts mehr Spaß macht als mein eigenes Unternehmen aufzuziehen. Sicher gibts nervige Stunden, aber die gibts überall und insgesamt überwiegt das Positive bei weitem! Ich bin zufrieden.
Geht sicher auch anders, aber die meisten Gründer und Unternehmer, die ich kenne, sehen ihre Familie eher selten. Manche haben Arbeitszimmer zu Hause eingerichtet, was sich daran zeigt, dass sie abends mal ein oder zwei Stunden nicht per Skype erreichbar sind, da die Kinder gerade zu Bett gebracht werden oder Zeit mit der Familie verbracht wird bevor es wieder zurück an den heimischen Arbeitsplatz geht. Das nur aus meiner Beobachtung
Wie sind Eure Erfahrungen? Wie macht ihr das als Gründer/innen?
Wer mehr zum Thema Gründen und Lieben mit hilfreichen Tipps haben möchte, der lese einfach den Beitrag von Martina Pickardt, ( via Basicthinking )
Lasst Euch aber nicht vom Gründen abbringen!
4 Kommentare »

Ronald on 25 Aug 2007 at 10:30 #
> Lasst Euch aber nicht vom Gründen abbringen!
Warum nicht? Was Du beschreibst ist eine Grundsatzentscheidung: Will ich das wirklich? Ganz ehrlich?
Wenn die Antwort auch nur ein begründeter Zweifel ist, dann sollte man das mit dem Gründen lieber lassen oder sich im Vorfeld sehr intensive Gedanken über die Organisation und die Zusammenarbeit und die Vereinbarungen im Gründerteam machen.
Christian on 25 Aug 2007 at 10:34 #
@Ronald:
Stimmt! Du hast Recht.
Gemeint war, dass diejenigen, die wie Gründer ticken und die Prioritäten wie Gründer haben, sich nicht durch vermeintliche Work-Life-Balance-Theorien abbringen lassen.
–> Wie Du sagst, es ist eine Grundsatzentscheidung.
gründerszene » Gründer-Rückblick on 27 Aug 2007 at 10:14 #
[...] man als Gründer keinen Nine-to-Five-Job hat, ist allgemein bekannt. Die Frage nach der Vereinbarkeit von StartUp und Privatleben sorgt [...]
Max on 28 Aug 2007 at 16:47 #
Ich stelle einfach eine einzige Frage - was ist nun der Unterschied zw. “Selbstständig Sein” und “Unternehmer sein”? Als Unternehmer muss man doch oft, um gerade schnell wachsen zu können, seine Aufgaben delegieren. Wenn es sein muss, dann auch komplett “outsourcen”. Wenn jetzt einer behauptet, als junges Startup Unternehmen hätte man keine Kohle für solche Spielchen, dann hat man das Prinzip vom schnellen Unternehmensaufbau nicht verstanden.