Was es bedeutet, wenn Ärzte “igeln”! TOP 10 der IGel-Leistungen
11. Juli 2007Christian AngeleGesundheit & Medizin
IGel – das steht für “Individuelle Gesundheitsleistungen” – Ärzte bieten diese Zusatzleistungen, die der Patient aus eigener Tasche zu 100% bezahlen muss immer häufiger an. Ich persönlich kenne diese Zuzahlungen bisher nur verstärkt von Zahnärzten und kann mir vorstellen, dass hier jetzt auch in den hausärztlichen Bereich einiges an Bewegung hereinkommt. Für IGel-Leistungen dürfen Ärzte auch werben – was das natürlich aus Ärzte-Sicht sehr interessant macht. Arztpraxen stehen so einer neuen Herausforderung gegenüber und werden hier sicherlich auch mehr und mehr an Ihrer Corporate Identity und alles was dazugehört, arbeiten. Ein Arzt, der hier sehr fortschrittlich ist und auch SEM betreibt ist Dr. Braunger, der einen sehr angenehmen Webauftritt hat und auch seine Praxis CI-konform eingerichtet hat.
Laut einer am Dienstag vorgestellten Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (Wido) sind im vergangenen Jahr ein Viertel der Patienten (entspricht ca. 18 Millionen) für IGe-Leistungen selbst aufgekommen. Im letzten Jahr waren das noch ca. 23 %. Der Markt wächst also, wenn auch nicht sehr stark.
Was wird am meisten “geIGelt”? Die FAZ.NET hat hierzu eine informative Grafik aufbereitet.

Erschreckend finde ich, dass gerade Vorsorge-Untersuchungen mehrfach unter den TOP 10 vorkommen (Krebsfrüherkunng, Hautkrebsvorsorge, evt. auch teilweise Blutuntersuchungen, da es auch Vorsorge-Check sein kann, wenn man Blutwerte screent) . Hier sollte man nochmal über eine Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen intensiv diskutieren. Wer schreibt den Brief anden “gemeinsamen Bundesausschuss vereinte Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen”?

